Selbstbewusstsein – So bekommst du es wieder

Selbstbewusstsein - So bekommst du es wieder - von Gabriele Strasky

Trude hat sich nach vielen Jahren Ehe mit einem Narzissten scheiden lassen. Am Ende der Ehe war sie eine gebrochene Frau. Sie brachte die Kraft zur Scheidung auf doch ihr Selbstbewusstsein lag am Boden. Doch langsam richtet sie sich wieder auf. Jeden Tag geht es etwas besser.

Dies ist die Geschichte wie sie ihr Selbstbewusstsein wiederfand.

Als sie noch verheiratet war, hat sie die Finanzen für die Firma ihres Mannes geführt, den Hausbau organisiert und nebenbei auch drei Kinder großgezogen. Es lief eigentlich alles sehr gut. Trotzdem hatte ihr Mann immer etwas zu bemängeln: Entweder war nicht genug Bargeld im Haus, die Firma lief nicht so, wie er sich das vorstellte, oder ein Kind hatte mal eine schlechte Note. Ganz egal was, es war sowieso immer ihre Schuld. Wenn ER die Kinder erziehen würde, wäre das nicht passiert, wenn er die Finanzen führen würde, dann wäre immer Geld da. Das hörte sie oft von ihm. Gestimmt hätte es nie.

Du darfst gerne raten, wessen Schuld es war, wenn ein Handwerker beim Hausbau einen Fehler machte. Richtig. Es war Trudes Fehler, jedenfalls war das seine Ansicht.

Trude gab ihm oft Recht, aber nicht immer. Mit der Zeit wuchs der Unmut wie auch das Unverständnis für seine Kritik, denn sie war meistens ungerecht. Das empfanden auch die Kinder so, und als diese dann langsam den Teenagertagen entwachsen waren, fragten sie die Mutter, warum sie sich das denn gefallen ließ. Das brachte sie zum Nachdenken und sie plante das Ende dieses Lebensabschnittes und somit das Ende der Ehe.

Die Scheidung

Wie du dir vorstellen kannst, prophezeite er ihr ihren Untergang, denn ohne ihn würde sie es „niemals schaffen“, meinte er. Sie hatte Angst, doch vertraute sie auf sich selbst. Er hatte ihre kleinen Unsicherheiten erkannt und benutzte diese all die Jahre gegen sie.

Jede dieser kleinen Unsicherheiten ist wie ein Haarriss in der Person. Nun stell dir einen Stein mit einem Haarriss vor. Füllt sich dieser mit Wasser und friert dieses dann, dehnt sich das Wasser aus und zersprengt den Stein langsam aber sicher. Narzissten kennen diesen Mechanismus, irgendwie sind sie fast Spezialisten darin, diesen bei ihren Mitmenschen einzusetzen. So ist es auch hier gewesen. Trudes Ehemann hatte ihre Unsicherheiten erkannt und nutzte sie tatkräftig gegen sie.

Unsicherheiten

Wenn du dich in Trudes Geschichte wiederfindest, hast du auch so einen Narzissten in deiner Umgebung gehabt. Vielleicht werden dir diese Schritte helfen. Probier sie aus und beobachte, ob sie dir guttun. Trude taten sie gut.

Buddha sagte einmal: „Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt.“

Eigentlich weißt du ja, dass du nicht ganz so schlecht bist, wie manche immer wieder von dir behaupten. Du kannst mehr, als du dir im Moment zutraust, und vielleicht glaubst du sogar, dass du vieles nicht kannst. Es wurde dir oft genug gesagt, irgendwann glaubst du es dann, egal wie falsch es ist.

Lass mal diese Dinge weg. Es ist eine Tatsache, dass jeder Mensch irgendetwas sehr gut kann. Ja, es ist schon möglich, dass es wirklich gut vergraben liegt. Hier hast du eine Schaufel:

Trude tat dies, um Ihr Selbstbewusstsein auszugraben:

  1. Finde das, was du wirklich gut kannst. Es ist egal, was das ist. Sehr wahrscheinlich ist es für dich wirklich „leicht“ und es geht leicht von der Hand.
  2. Finde das, was dir Spaß macht. Auch hier ist es nicht so wichtig, was es ist. Du musst nur einfach Freude daran haben. Es geht hier nur um dich persönlich. Vergleiche dich nicht mit anderen.
  3. Jetzt freu dich mal so richtig an dem, was du gut kannst. Erfreue dich an kleinen und an großen Fortschritten und vor allem schau dir an, was du bereits in den letzten Jahren geschafft hast. Der Narzisst in deiner Umgebung mag dir eingeredet haben, dass du irgendwas nicht kannst, doch liegt die Wahrheit wohl eher hier: Dieser Narzisst will nicht, dass seine eigene Unfähigkeit ans Tageslicht kommt.
  4. Die schlechten Erfahrungen liegen nun hinter dir, denn die Zukunft ist noch ein unbeschriebenes Blatt, das du beschreiben kannst.
  5. Rede mit Menschen, die dich unterstützen.
  6. Vertraue nicht jenen, die ununterbrochen Kritik ausspeien. Gib ihnen einen alten Stein, an dem sie herumnörgeln können. Sobald du aus deiner gegenwärtigen Position aufsteigst und mehr Selbstbewusstsein zeigst, werden dir jene Menschen, die dich unten halten wollen, wieder einen Dämpfer geben wollen. Das kommt unweigerlich.
    Man muss das positiv sehen: So erkennst du deine wahren Freunde viel schneller. Sie würden dich nicht ständig kritisieren.
  7. Verstärke dein Selbstbewusstsein weiter, indem du die Schritte 1 – 4 wiederholst.

Kaum kann man etwas besser als andere, wird irgendjemand auftauchen und sagen: „Ach das! Das ist so leicht, das kann ja jeder.“ Wenn das geschieht, ist es vielleicht so, dass du dich mit einem Superstar vergleichst. Doch damit tust du dir Unrecht, denn du musst nicht zur Weltklasse gehören, um dich Schritt für Schritt zu verbessern und dein Selbstbewusstsein aufzubauen.

Mangelndes Selbstbewusstsein

So mancher, der selbst unsicher ist und nicht genügend Selbstbewusstsein hat, wird andere, die noch unsicherer sind, gerne in der unterlegenen Position halten wollen. Er muss für sich selbst klarstellen, dass er besser als andere ist. Wenn er das nicht täte, müsste er sich sein eigenes Versagen eingestehen! Also sucht er sich Personen, die er unten halten kann.

Auch wenn hier die Form „er“ gewählt wurde, trifft dieses Verhalten  auf Männer wie Frauen zu.

Selbstbewusstsein kannst du aufbauen. Probier’s mal!

 

Lass mich wissen wie’s geht. Es gibt weites Wissen und Know-how zu dem Thema.

 

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